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Die Stellung des Christen zum Staat

Der pietistische Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. sah sich als Diener Gottes und an die Zehn Gebote und die Forderungen des Evangeliums gebunden. Aus dem Pietismus heraus entstand 1794 das Allgemeine Preußische Landrecht. Nun zur Einleitung ein Beispiel, was damals Recht war und heute ist.

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Hierarchie – Politische Systeme – Eliten – Verantwortung – Menschenbild und Kontinuität

Der Philosoph und Libertäre Hans-Hermann Hoppe schreibt in seinem Buch „Demokratie, der Gott der keiner ist“ über den Umgang mit dem Eigentum in Privatrechtsgesellschaften und in demokratischen Regierungsreformen. Er meint, dass wir trotz und nicht wegen der Demokratie einen Wohlstand in den letzten 200 Jahren erwirtschaftet hätten und zeigt auf, wie uns dabei die ineffiziente Demokratie leisten konnten. Hoppe sieht den Monarchen als langfristigen Eigentumshalter, der sehr milde mit seinen Untertanen und deren Steuerkraft umgehen muss. In Demokratien müssen auf Grund der kurzen Teilhabe der handelnden Köpfe und Bestechung der Wähler durch Wahlgeschenke kurzfristige Strategien zu Lasten langfristigen Handelns geopfert werden ...

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Nicolas Gomez Davila 

Als Altkonservativer könnte man kann sagen, dass man bei der geistigen Emigration mit einer Bibel, den Werken Ernst Ludwig von Gerlachs, Ewald von Kleist-Schmenzins, Erik Ritter Kuehnelt-Leddhins und Gomez Davilas gut gerüstet ist. Im hohen Alter begegneten sich Erik Ritter Kuehnelt-Leddhin und Gomez Davila.

Die Ideen von 1789 und die Aufklärung haben die letzten 250 Jahre entscheidend geprägt. Die wirtschaftlichen Erfolge überdecken den einhergehenden starken moralischen Abstieg dieser Epoche. Es gab nur wenige, die an die Traditionen der Zeit vor 1789 anknüpften.

Einer dieser Personen war Gomez Davila (1913 bis 1994). Er würde wahrscheinlich heute als der größte Philosoph des 20. Jahrhunderts gelten, wenn er im anderen politischen Lager gestanden hätte. Aber wo stand dieser Mann, der nie eine Universität besuchte und nur im Selbststudium arbeitete, sich im engen Freundeskreis unterhielt und nur außerhalb der Öffentlichkeit wirkte?

Er bezeichnete sich als Reaktionär. Er hat die Moderne, den fanatischen Hang zur Gleichheit und die Abkehr der Gesellschaft von Gott abgelehnt. Als Reaktionär war er weder links noch rechts, sondern er stand, nach seiner eigenen Definition, dem System gegenüber. Er sagte einmal sinngemäß, den Verheißungen der Moderne hat Jesus Christus ein Versprechen entgegen gesetzt. Wer in einem Satz die Moderne entzaubert, für den hat die Moderne eigentlich nur zwei Schicksale übrig: entweder man wird totgeschwiegen oder man wird diffamiert. Als enttäuschter Liberaler, der sich konservativ nennt, wird man einen etwas schwierigeren Zugang zu Davilas Werk haben, da er als Christ den Glauben oberhalb der Vernunft sah.

Gomez Davila kam aus der alten kolumbianischen Oberschicht, war finanziell unabhängig und musste nicht auf Auftraggeber oder die Öffentlichkeit Rücksicht nehmen. Dies führte zu einem unabhängigen Denken. Es ist schon erstaunlich, dass sich im fernen Kolumbien ein Privatgelehrter mit einer Bibliothek von 30.000 Bänden dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und der Reichunmittelbarkeit verbunden fühlte. Dies zeigt, dass der altkonservative Gedanke immer wieder Vertreter findet und dass eine Opposition, unabhängig von Mehrheiten, jederzeit möglich ist. Gomez Davila sah in der Neuzeit den Gleichheitswahn, der den Himmel auf Erden schaffen wollte und damit das Christentum als natürlichen Feind bekämpfen musste. Weiterhin sah er als katholischer Christ, dass der Materialismus die niedrigste Form der Daseinsbegründung darstellt. Da die Ideen von 1789 für ihn nur eine Zivilreligion waren, an die man glauben müsste, stellt er den Ideen von 1789 seine Gedanken in Form von Aphorismen als geistigen Totalangriff entgegen. Er sah als Christ im Menschen die zwei Seiten, den Hang zum Machtmissbrauch und den anderen niedrigen Charaktereigenschaften und den Weg in seinem Handeln Jesus Christus ähnlicher zu werden und Gutes zu tun. Der zweite Weg führte für ihn über den persönlichen Glauben zu Gott und einem den Ideologien der Neuzeit entgegengesetzten Lebensentwurf. Er sah auch in der Rechten und als Reaktionär die Mängel, die eine Machtposition mit sich bringen müsste. Er hatte aber ein tiefes Gefühl dafür, was der Glaube, die Nächstenliebe, das Schöne, das Edle und das Verantwortungsbewusstsein im Menschen bedeuten können. Er sah die Sehnsucht auf der Welt, dass diese Dinge wieder einen Rang bekommen. Es empörte ihn, dass die herrschendende Ideologien die besten Kräfte im Menschen verschütteten.

Schonungslos griff er die Widersprüche der Neuzeit in seinen Aphorismen auf. Gegner können ihn heute nur ächten, widerlegen lassen sich seine Gedankengebäude praktisch nicht. Die Beschäftigung mit seinem Werk entzaubert die Ideologien die die Neuzeit nach 1789 prägten. Da Christen oft unpolitisch sind und ein falsches Obrigkeitsdenken haben, bringt die Beschäftigung mit den Gedanken von Gomez Davila einen neuen Blickwinkel auch auf die moralische Dimension für die Ideologien, die seit 1789 herrschen.

Von der Freiheit in Corona-Zeiten


In Corona-Zeiten wird das Wort "Freiheit" hoch gehandelt - vom Staat und von den Bürgern. Aus altkonservativer Sicht - und, um es noch einmal zu betonen, das ist die christlich-bibeltreue Sicht - ist es angebracht, hier einige Verwirrung zu beseitigen ...

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Elitenbildung im altkonservativen Sinne - der Maskenskandal stellt das Thema wieder auf die Tagesordnung

 

Das Thema der Elitenbildung bleibt in der Demokratie unbeantwortet. Es gibt Parteien und andere Interessengruppen, die alle nur für die eigene Sache kämpfen. Das altkonservative Verständnis vom Allgemeinwohl gehört nicht zur Kultur dieser einseitigen Interessenvertretung. Es existiert praktisch keine nennenswerte Institutionen, die für eine Elitenbildung mit der Verpflichtung für das Allgemeinwohl eintritt bzw. wo überhaupt eine Elitenbildung im altkonservativen Sinne stattfindet ...

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Die christliche Familie in Zeiten von Corona
 

Überflüssig, zu sagen, dass die christliche Familie nicht erst seit Corona-Zeiten in Deutschland bedroht ist. Für den liberal-sozialistischen Staat steht dieselbe als Feindbild vielmehr im Zentrum seiner Zerstörungsarbeit.

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Die christliche Gemeinschaft der Hutterer aus altkonservativer Sicht

 

Die protestantische Religionsgemeinschaft der Hutterer existiert seit ihrer Auswanderung aus Europa im 19. Jahrhundert in Kanada und in den USA, wo sie derzeit in etwa 465 Kolonien mit jeweils 60-150 Hutterern leben. Sie entstammen der Täuferbewegung der Reformationszeit, d.h., sie kennen und akzeptieren nur die Erwachsenentaufe. Sie sind streng bibeltreu, legen also die Heilige Schrift wörtlich aus. Ihre traditionsgebundene Lebensweise hat sich in den vergangenen Jahrhunderten kaum verändert; sie leben im Wesentlichen von der Landwirtschaft, daneben betreiben sie Handwerk ...

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Seine tiefe Christgläubigkeit und seine altkonservativen Wertvorstellungen mussten Ewald von Kleist-Schmenzin in Gegnerschaft zum Nationalsozialismus bringen. Schon früh hatte er die Gefährlichkeit dieser Bewegung für Deutschland erkannt. Er kannte Hitlers "Mein Kampf" und alle anderen wichtigen weltanschaulichen Bücher der NSDAP, hatte die Reden ihrer Führer genau zur Kenntnis genommen und wertete ihre Publikationen aus. Er wusste, dass Hitler den Patriotismus, das Preußentum, Kirche, Eigentum, Ehe und Familie und andere traditionelle Werte nur als "Leimrute" benutzte, um konservative politische Kräfte zu täuschen und an sich zu binden, und dass er sie in Wahrheit abgrundtief verachtete.

 

Kleist-Schmenzin hatte klar erkannt, dass Nationalsozialismus und Kommunismus aus derselben Wurzel stammten: der Revolution, die letztlich ein Aufstand gegen Gott war, gegen die Religion und das Christentum, um den Menschen zu und dessen angebliche "Vernunft" an ihre Stelle zu setzen. Hinter Rassen- und Klassenwahn stand jeweils nur nackter atheistischer Materialismus, genau wie hinter dem Nützlichkeitsdenken des Liberalismus. Nicht umsonst hatten nationalsozialistische Führer immer wieder ihre Gegnerschaft zum Bürgertum und zum Besitz betont und herausgestellt, sie seien vor allem Sozialisten. Bekannt ist das Wort von Goebbels, der die NS-Bewegung als "links" charakterisiert hatte. Konservativismus und Nationalsozialismus waren und sind unvereinbar.

 

Für Ewald von Kleist-Schmenzin war das Wort Gottes, wie es in der Heiligen Schrift bezeugt wurde, und Gottes Gebot oberste Richtschnur seines Handelns. Er kannte ganz im altkonservativen Sinne keine Säkularisierung; für ihn waltete Gott im privaten wie im öffentlichen Leben, in der Familie ebenso, wie in Staat und Politik. Diese von unbeugsamer Frömmigkeit geprägte Haltung ließ Kleist von der NS-Propaganda unbeeindruckt bleiben und führte ihn in den Widerstand. Seine Ansichten gegen Hitler und seine Bewegung artikulierte der laut und deutlich auch in der Öffentlichkeit, in Schrift und Rede. Er war bereit, dafür alle Folgen und Konsequenzen, auch die äußersten, zu tragen.

 

Hier geben wir die Schrift Kleist-Schmenzins "Der Nationalsozialismus - eine Gefahr" wieder, die im Jahre 1932 in Berlin erschien und in der er seine Auffassung über den Nationalsozialismus darlegte (PDF)

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Friedrich Julius Stahl - Staatstheoretiker und Politiker der preußischen Altkonservativen

 

Friedrich Julius Stahl (1802-1861) war als Rechtsgelehrter, Staatstheoretiker und Politiker eine der herausragenden Persönlichkeiten des Gerlach-Kreises. Er beeinflusste maßgeblich ihr Rechtsdenken und ihr Staatsverständnis. Stahl stand ganz auf dem Boden der Tradition des vorrevolutionären Rechtsdenkens ...

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Die Altkonservativen und Europa

 

von Stephan Ehmke

 

Die altkonservativen Denker und Politiker der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind in den christlichen Ordnungsvorstellungen des alten Europa groß geworden und blieben ihnen verhaftet. Jenes alte Europa, welches "geprägt war durch eine gottgewollte, umfassende politisch-soziale Ordnung, in der jeder einzelne den ihm gemäßen Platz fand - durch ein nach `göttlichem Recht´ geregeltes System gegenseitiger Pflichten und Abhängigkeiten, schließlich durch die untrennbare Einheit des religiösen, politischen und sozialen Lebens", und welches durch die Französische Revolution ins Wanken gebracht worden war und zerstört zu werden drohte ...

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Wir geben dem interessierten Leser hier die kleine Schrift "Die soziale Krisis und die Verantwortung des Gutsbesitzes" von Dr. Carl Schweitzer1 und Ruth von Kleist-Retzow aus dem Jahre 1926 zur Kenntnis. Hervorgegangen aus einem Vortrag, beleuchtet der Text vor dem Hintergrund der sozialen Umbrüche der Zeit nach Krieg und Revolution die Aufgaben des deutschen agrarischen Grundbesitzers, indem vor allem die altkonservativen Motive des Eigentums als Amt mit seiner sozialen Bindung sowie die Notwendigkeit der Eigentumsbildung für die Landarbeiter aufgegriffen werden. Auch das notwendige patriarchalische Verhältnis auf den Landgütern, welches auf dem christlichen Vater- und Amtsverständnis beruht, wird in zeitgemäßer Form aufgegriffen2. Über allem steht jedoch die Forderung nach einer Wiedererweckung des persönlichen christlichen Glaubens, aus dem ausschließlich jede wahre soziale Verantwortung nur fließen kann.

 

Ruth von Kleist-Retzow (1867-1945), geborene Gräfin von Zedlitz-Trützschler, aus Niederschlesien stammend, war mit Jürgen von Kleist-Retzow auf Kieckow in Hinterpommern verheiratet. Dieser war der Sohn eines der herausragenden Persönlichkeiten des preußischen Altkonservativismus, Hans-Hugo von Kleist-Retzow, eines engen Vertrauten von Ernst Ludwig von Gerlach. Im Alter von nur 30 Jahren, inzwischen Mutter von fünf Kindern, verlor sie ihren Mann und verwaltete in der schweren Zeit des Ersten Weltkrieges, des Umsturzes und des Chaos der Weimarer Rebublik die Güter ihres Mannes selbst. Früh geriet die tief christgläubige Frau in Gegensatz zum Nationalsozialismus. Auf ihrem Witwensitz, dem Gut Klein-Krössin im Kreis Belgard, hatte sie oft den benachbarten Ewald von Kleist-Schmenzin und andere am Widerstand gegen Hitler beteiligte Personen zu Gast. Ihre Enkelin, Maria von Wedemeyer, war die Verlobte von Dietrich Bonhoeffer. Viele ihrer Verwandten und Freude wurden nach dem 20. Juli 1944 hingerichtet. Sie selbst starb, 78-jährig, beim Einmarsch der Roten Armee in Kieckow.

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1Evangelischer Pastor. Seinerzeit Direktor im Zentralausschuss für die Innere Mission der Ev. Kirche in Berlin-Dahlem.

2Siehe hierzu auch den Beitrag "Die Altkonservativen und die `soziale Frage´" hier: https://www.altkonservativ.com/geistesgeschichte.

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Im Folgenden geben wir den Aufsatz: "Adel und Preußentum" wieder, den Ewald von Kleist-Schmenzin 1926 schrieb und der in den "Süddeutschen Monatsheften" Nr. 23 erschienen ist. Kleist betont die aktuelle Aufgabe des preußischen Adels als nach wie vor bestehender Stand, vor allem auf Grundbesitz gegründet, jedoch vollkommen dem altpreußischen Dienst- und Pflichtethos verpflichtet, für Gegenwart und Zukunft des Vaterlandes, als eine traditionelle Elite.

 

Dem Aufsatz stellen wir jene Aussage Ernst Ludwig von Gerlachs zur Seite, die dieser auf der ersten Versammlung des so genannten "Junkerparlaments", einer politischen Vereinigung des grundbesitzenden preußischen Adels und Vorläufer der Konservativen Partei, am 20. August 1848 über die Aufgaben des Adels getan hat:

 

"Adelig ist, wer dem Staate umsonst dient. Bloß konservieren - diese negative Haltung, die Front gegen den Mist, den Rücken gegen den Ansprüche machenden Staat - das ist eine Stellung, die allenfalls dem Bauer verziehen werden kann und jetzt auch ihm nicht mehr. Aufopfern, zu Felde ziehen, erobern (ohnehin die stärkste Form der Verteidigung) - den Rücken gegen den Mist, die Front gegen den Feind - das ist adelig. Aber dies ist ein Adel, der nicht allein den hier versammelten schönen alten Namen derer angehört, die seit Jahrhunderten auf unseren Schlachtfeldern geblutet haben. Er kann auch von denen erworben werden, die wie ich keinen solchen Namen führen. Ja, er kann von jedem Bürger und Bauer, von jedem Preußen, der sein Vaterland liebt, erworben werden. Diesen Adel kann keine Nationalversammlung abschaffen. Vergessen wir nicht, dass es der hohe Beruf des Adels ist, die ganze Nation zu adeln".

(Quelle: Gerlach, Jakob von: Ernst Ludwig von Gerlach. Aufzeichnungen aus seinem Leben und Wirken 1795 - 1877. Band 1, S. 541. Schwerin, 1903.)

 

Vorsitzender dieser ersten Versammlung des Junkerparlaments im Jahre 1848 war übrigens Hans von Kleist-Retzow, ein Verwandter von Ewald von Kleist-Schmenzin.

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NEU! Unsere Seite über Ewald von Kleist-Schmenzin.

Ewald von Kleist-Schmenzin (1890-1945) war zweifellos der profilierteste preußische Altkonservative in der Nachfolge des Gerlach-Kreises im 20. Jahrhundert. Sein tiefer persönlicher christlicher Glaube, sein Patriotismus und seine Überzeugung, dass ein Staat auf dem Evangelium und den Geboten Gottes beruhen müsse, führten ihn in Opposition zur Revolution und zum Nationalsozialismus, denen er sich in offener Gegnerschaft gegenüberstellte. Für Jesus Christus und seine Ideale gab er sein Leben. Am 9. April 1945 wurde er in Berlin-Plötzensee hingerichtet, nachdem er vom "Volksgerichtshof" zum Tode verurteilt worden war.

 

Wir widmen dieser großartigen Persönlichkeit als einem Vorbild für uns heute eine eigene Seite. Sie gelangen dorthin, indem Sie in unserem Menü oben den Reiter "Kleist-Schmenzin" aufrufen. 

 

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Altkonservatives Rechtsverständnis

 

von Stephan Ehmke

 

"Lehre mich rechtes Urteil und Erkenntnis, denn ich vertraue deinen Geboten."
Psalm 119

 

Ernst Ludwig von Gerlach, Haupt und Vordenker der preußischen Altkonservativen des 19. Jahrhunderts, war Jurist, und Recht und Gerechtigkeit stellten die Hauptkategorien seines Denkens und Handelns dar ...

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Die Altkonservativen und die "soziale Frage"

 

von Stephan Ehmke

 

Wer die Haltung der preußischen Altkonservativen des Gerlach-Kreises zur "sozialen Frage" verstehen will, der sollte ihre Auffassungen über das Wesen von Staat und Gesellschaft kennen, wie sie in den Beiträgen des Autors "Was ist altkonservativ" und "Altkonservatives Staatsverständnis" dargelegt wurden1. Im Wesentlichen sind folgende Punkte wichtig: Gottes Gebote gelten uneingeschränkt überall in Staat und Gesellschaft, auch in der Politik, es gibt also keine Säkularisierung; Alles Recht kommt von Gott; Staat und Gesellschaft bilden einen natürlichen Organismus mit Haupt und Gliedern, der sich geschichtlich entwickelt; Alle gesellschaftlichen Verhältnisse sind patriarchalisch geregelt; Alle verantwortlichen Positionen in Staat und
Gesellschaft sind als Ämter von Gott direkt eingesetzt und von ihm abhängig.

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Altkonservatives Staatsverständnis

 

von Stephan Ehmke

 

Wenn wir von "altkonservativ" sprechen, dann meinen wir zunächst konkret das Denken und Handeln des historischen Kreises der preußischen Altkonservativen um den Juristen Ernst Ludwig von Gerlach und den General Leopold von Gerlach in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Grundlegendes dazu findet der interessierte Lesen in den beiden Beiträgen des Autors: "Was ist altkonservativ" und "Ernst Ludwig von Gerlach". Letzterer war das Haupt und der geistige Führer der Altkonservativen, daher spiegelt dieser kleine Aufsatz im Wesentlichen seine Gedankenwelt wieder.

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Prophet der Restauration - Carl Ludwig von Haller (1768-1854)  

von Stephan Ehmke

Für die Entwicklung des Ideenguts der preußischen Altkonservativen um Ernst Ludwig von Gerlach war der Schweizer Staatsrechtler Karl Ludwig von Haller (1768-1854) von besonderer Bedeutung. Er gilt als Vordenker eines restaurativen Konservativismus, der mit seiner fundamentalen Kritik an dem aufklärerischen Vertragsgedanken Staat und Gesellschaft in eine auf dem Christentum beruhende organisch-korporative Ordnung zurückführen wollte - für ihn eine "Restitution des Rechts".

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Kritik an der Reichseinigung von preußisch-altkonservativer Seite

 

von Stephan Ehmke

 

Ausgerechnet von Seiten der ältesten politischen Freunde Bismarcks kam die schärfste Kritik an der Reichseinigung von 1871 innerhalb Preußens. Dabei ging es nicht um die Frage, ob ein deutsches Reich wiedererstehen sollte, sondern auf welche Weise dies geschehen, wen es umfassen und wie seine innere Gestaltung aussehen sollte ...

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Prof. Dr. Klaus Kürzdörfer

Die Wirkungen des Pietismus auf das Preußentum

So wenig das Preußentum mit Preußen als Staat 1945 endete, so wenig ist der Pietismus nur eine vorübergehende Episode am Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts ...

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Prof. Dr. Klaus Kürzdörfer

 

Die Wirkungen des Pietismus auf das Junkertum von der Erweckung in Hinterpommern bis zum Widerstand gegen Hitler

 

Schon in meinem Beitrag in der Hermann Ehlers Akademie in Kiel vom Oktober 2005 über die „Wirkungen des Pietismus auf das Preußentum“ bestand die kaum befriedigend zu bewältigende Schwierigkeit, eine fast unüberschaubare Stofffülle zu bündeln und auf das Wesentliche zu konzentrieren. Mittlerweile liegen vier dickleibige Bände der Historischen Kommission zur Erforschung des Pietismus über die Geschichte des Pietismus vor, an der Dutzende von Spezialisten mitgewirkt haben. Mit dem heutigen Thema wächst die Herausforderung beträchtlich ...

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Ernst Ludwig von Gerlach - einer der profiliertesten preußischen Politiker des 19. Jahrhunderts - Entdecker und früher Mentor Bismarcks, später sein erbittertster Gegner von altkonservativer Seite.

 

Von Stephan Ehmke

Ernst Ludwig von Gerlach, am 7. März 1795 als viertes Kind des Berliner Oberbürgermeisters Karl Friedrich Leopold von Gerlach geboren, war Jurist, zuletzt und viele Jahre hindurch Präsident des Oberappellationsgerichts in Magdeburg. Sein ganzes Leben lang bewegten ihn die Ideen des Rechts, der Rechtlichkeit und der Gerechtigkeit ...

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