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Neuere Beiträge
Ohne Rückbesinnung ist Deutschland verloren
Der 3. Oktober – Von den preußischen Tugenden und dem Problem der »inneren Einheit«
von General a.D. Günter Kießling*
Längst erscheint den meisten Deutschen die Wiedervereinigung des geteilten Vaterlandes, die uns mehr durch die Gnade Gottes als durch umsichtige Politik zuteil wurde, als selbstverständlich. Lediglich mit der „inneren Einheit“ haben wir Probleme. Unser Denken und Handeln in der Politik dreht sich ums Materielle. Kaum einer wagt, an die biblische Botschaft zu erinnern, daß der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern von einem jeglichen Wort Gottes. Solche Sprache mag in unserer säkularisierten Welt kaum noch verstanden werden. Deshalb sei versucht, dieses christliche Gebot hier ins Weltliche zu übersetzen: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von der Integration in die Gemeinschaft! ...
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„Im Dienst ostelbischer Junker und Großgrundbesitzer“
Vorbemerkung:
Walter Görlitz berichtet in seinem Standardwerk „Die Junker – Adel und Bauer im deutschen Osten“, dass sich bürgerliche Gutsbesitzer spätestens nach zwei Generationen die gleiche Einstellung und Haltung angeeignet hatten, wie adeliger Gutsbesitzer in Ostelbien. Von 1890 bis spätestens 1897 entwickelte sich in Deutschland die Konjunktur so stark, dass niemand mehr an eine Auswanderung nach Amerika denken musste. Dieses hatte auch Auswirkungen auf Ostelbien und die Gutswirtschaft. Jeder Landarbeiter hatte praktisch alternative Beschäftigungsmöglichkeiten in den industriellen Zentren wie Oberschlesien, Berlin oder dem Ruhrgebiet. In der Praxis wanderte in diesem Zeitraum der Bevölkerungsüberschuss ab, die Landbevölkerung blieb bis 1945 weitgehend konstant und hielt ihrem Gutsbesitzer und Dienstherren die Treue. Die Linke bzw. die Sozialdemokratie konnte in den ländlichen Gebieten Ostelbiens nur sehr schwer Fuß fassen, geschweige denn Mehrheiten gewinnen. Diese Tatsache beruhte u.a. auf der authentischen und gerechten Führungskultur der Gutsbesitzer und der damit verbundenen Führungsschichten. Der Aufsatz „Im Dienst ostelbischer Junker und Großgrundbesitzer“ von Herrn Koloss (Vorname wird nicht genannt) über dessen Tätigkeit als Gutsverwalter in Ostpreußen zeugt von dem gegenseitigem Vertrauensverhältnis mit den jeweiligen Dienstherren, der Achtung und der Demut der Landarbeiter gegenüber ihrer Obrigkeit, aber auch von der von christlicher Überzeugung geprägten Gerechtigkeit und Respekt des bürgerlichen Gutsbesitzers gegenüber seinen Landarbeitern, welche sich auch darin äußerten, dass der Gutsbesitzer seinen Hut möglichst als erster zog. Das in dem folgenden Beitrag gebrachte lebendige Beispiel soll helfen, der Führungskultur dieser ländlichen Gutswirtschaft in Ostpreußen bzw. Ostelbien in der heutigen Gesellschaft wieder einen Rang zu geben und zu zeigen, wie heute Führungskräfte authentisch und gerecht führen könnten und sollten ...
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Friedrich von Bodelschwingh als Landwirt und Gutsverwalter
von Stephan Ehmke
Nicht nur evangelische Christen kennen den großen Pastor Friedrich von Bodelschwingh, dessen segensreiches Wirken für die Armen, Kranken und Elenden für immer mit den Bodelschwinghschen Anstalten zu Bethel in der Stadt Bielefeld, aber auch mit vielen anderen von ihm gegründeten karitativen Unternehmungen verbunden sein wird.
Wenig bekannt dürfte aber sein, dass Friedrich von Bodelschwingh vor seinem Theologiestudium eine Lehre als Landwirt absolviert hatte und in den 1850-er Jahren Verwalter eines adeligen Gutes in Hinterpommern war. Bedeutsam wurde für den jungen Bodelschwingh damals seine Begegnung mit dem Elend der landlosen Tagelöhner und mit dem frommen Pietismus der pommerschen Erweckungsbewegung. Durch seinen Schulfreund, Ernst Senfft von Pilsach, dem späteren Oberpräsidenten der Provinz Pommern und Mitglied der „Kamarilla“ um König Friedrich Wilhelm IV., kam Bodelschwingh – wenn auch nur am Rande – mit dem Kreis der preußischen Altkonservativen in Berührung. So wurden Bodelschwinghs Jahre in Hinterpommern eigentlich zur Grundlage seines späteren christlich-sozialen Wirkens...
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